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BMW i3: Rein elektrisch

06.08.2011 10:02:03 | Cornelia Wahl
BMW i3 vorneAuf der Internationalen Automobil Ausstellung (IAA) in Frankfurt ist auf dem BMW-Stand ein Highlight der Konzeptwagen i3. Der für die Stadt konzipierte Wagen verfügt über einen Elektromotor, der mit einer Leistung von 125 kW (170 PS) und einem maximalen Drehmoment von 250 Newtonmetern vom Fleck weg aufhorchen lässt. Der  3,845 Meter lange, 2,011 Meter breite, 1,537 Meter hohe und 1250 Kilogramm schwere i3 wartet mit einer Null-auf-60-km/h-Beschleunigung in 3,9 Sekunden auf. Für den Sprint von null auf Tempo 100 werden 7,9 Sekunden notiert. Die Höchstgeschwindigkeit gibt der Münchener Premium-Hersteller mit 150 km/h an. Eine Batterieladung soll im Alltag für 130 bis 160 Kilometer Fahrstrecke reichen. Ist der Akku leer, dauerte das Aufladen auf 100 Prozent sechs Stunden, optional gibt es die Möglichkeit in einer Stunde 80 Prozent der Ladekapazität zu erreichen. Die Reichweite des BMW i3 lässt sich auch durch das Energierückgewinnungssystem und über den Eco Pro Modus steigern. Im Eco Pro Modus ändert sich die Kennlinie des Gaspedals und die Klimatisierung wird auf Effizienz getrimmt. Weitere verbrauchsmindernde Maßnahmen sind die Aerodynamik und die im Rollwiderstand optimierten schmalen Reifen, die auf 19-Zoll-Felgen montiert sind. 

BMW i3 SeitenansichtAlltagstauglich zeigt sich der mit einem Radstand von 2,57 Metern daher rollende i3 auch mit seinem Kofferraum, der ein Volumen von 200 Litern hat. In der Front gibt es zudem ein Funktionsfach. Praktisch für den Ein- oder Ausstieg dürften sich auch die gegenläufig öffnenden Türen erweisen. Im Innenraum zeugt die Verwendung von nachwachsenden Rohstoffen von Nachhaltigkeit. So sind Teile der Armaturentafel und der Türverkleidungen sichtbar aus Naturfaser hergestellt. Und die Sitze sind mit natürlich gegerbtem Leder bezogen. 

Weiter Features sind die so genannten Connectivity-Funktionen: Über ein Smartphone lässt sich der Standort des Fahrzeugs ermitteln. Außerdem können nahe gelegene Ladestationen angezeigt werden. Auch das Vorkonditionieren des Energiespeichers auf Knopfdruck kann vorgenommen oder der aktuelle Fahrzeugstatus erfragt werden. 

BMW i3 HeckansichtDie wirkliche Neuheit beim Null-Emissions i3 ist die Life-Drive-Karosserie-Architektur. Sie besteht aus zwei voneinander getrennten und unabhängigen Einheiten. Im Drive-Modul fasst BMW das Fahrwerk, den Energiespeicher, den Antrieb sowie die Struktur- und Crashfunktionen zusammen. Bei der Drive-Konstruktion greifen die Münchener in der Hauptsache auf den Werkstoff Aluminium zurück. Das Gegenstück bildet das Life-Modul. Wie der Name vermuten lässt, handelt es sich um den Teil, der das Leben der Insassen schützen soll: Die Fahrgastzelle ist sehr leicht und aus hochfestem Material wie kohlestofffaserverstärktem Kunststoff (CFK), der in dieser Menge erstmals in einem Fahrzeug eingesetzt wird. 

Die Internationale Automobil Ausstellung findet vom 15. bis 25. September 2011 statt. Bis es die Serienversion zu kaufen gibt, wird es noch zwei Jahre dauern. Und wie es sich für ein Premium-Fahrzeug gehört, dürfte dann auch der Preis Premium sein.

Bild: BMW