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Österreich-Vignette 2012: 1,7 Prozent teurer

27.11.2011 11:30:25 | Maria Goldi
Österreich-Vignette 2012 ist petrolfarbenDie Maut auf Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen steigt im Jahr 2012 um 1,7 Prozent. Der Preis der Vignette wird jedes Jahr an die harmonisierten Verbraucherpreise angepasst. Wie die Finanzierungsgesellschaft ASFINAG in Wien (Österreich) mitteilt, soll das neue petrolfarbene Pickerl ab dem 28. November 2011 bei den Verkaufsstellen (Raststätten, Tankstelle oder Automobilclubs) erhältlich sein. Die Vignette des Jahres 2011 bleibt bis zum 31. Januar 2012, 24 Uhr, gültig. 

Gültigkeit der Pickerl und Preise

ASFINAG bietet für Autos und Kraftfahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht bis 3,5 Tonnen sowie für Motorräder jeweils drei Vignetten mit unterschiedlicher Gültigkeitsdauer an: ein Zehn-Tages-Billet, eine Zwei-Monats-Vignette und ein Jahres-Pickerl. Die Zehn-Tages-Vignette verteuert sich für Pkw bis 3,5 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht um zehn Cent, die Zwei-Monats-Vignette verteuert sich um 40 Cent, die Jahresvignette um 1,30 Euro. Bei den Motorräder kostet das Jahres-Pickerl 50 Cent mehr, der Preis für die Zwei-Monats-Vignette steigt um 20 Cent und der Tarif für zehn Tage um zehn Cent. 
 
  Auto Motorrad
Die neuen Österreich-Vignetten-Preise für 2012
 
10-Tages-Vignette 8,00 Euro 4,60 Euro
2-Monats-Vignette 23,40 Euro 11,70 Euro
Jahresvignette 77,80 Euro 31,00 Euro

Wer mit einem ungültigen oder einem nicht korrekt an der Frontscheibe angebrachten Pickerl erwischt wird, muss eine Ersatzmaut löhnen. Die kostet für Pkw und Kraftfahrzeuge bis 3,5 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht 120 Euro. Bei Motorrädern werden 65 Euro fällig. 

Der richtige Platz für die Vignette

Beim Auto hat die Vignette ihren Platz links oben in der Ecke oder im Bereich des Innenrückspiegels an der Frontscheibe. Auf keinen Fall darf die Vignette im Bereich des Tönungsstreifens angebracht werden. Zum Anbeppen muss die Scheibe innen vorher gereinigt und trocken gerieben werden und fettfrei sein. Dann löst man das Pickerl ohne zu beschädigen von der Trägerfolie ab. Die beste Klebetemperatur im Winter ist plus fünf Grad Celsius. Ist es kälter, sollte man in die Garage fahren oder das Billet nach einer längeren Autofahrt anbringen. Bei Motorrädern darf die Vignette nicht an leicht demontierbare Anbauteile geklebt werden. Am besten man klebt sie an den Rahmen oder die Gabelholme. Auch hier gilt: Sie muss gut sichtbar sein. Im Übrigen empfiehlt es sich, nie mehr als zwei Vignetten an der Scheibe oder am Motorrad kleben zu haben. Das sorgt für Übersichtlichkeit und für Zeitersparnis bei Kontrollen.

Vignetten-Einnahmen in Österreich im Jahr 2011

Wie die ASFINAG weiter mitteilt, wurden im Jahr 2011 bis einschließlich Oktober 20,9 Millionen Stück veräußert. Dabei entfielen annähernd 16 Millionen Euro auf die Zehn-Tages-Vignette. Bei den Motorrädern wurden im Gesamten annähernd 300.000 Stück verkauft. Für das Jahr 2011 erhofft sich die Finanzierungsgesellschaft einen Erlös von 362 Millionen Euro aus dem Verkauf der Pickerl. Das sind fünf Millionen Euro mehr als im Jahr zuvor, was zum einen auf den erhöhten Absatz und zum anderen auf die Preissteigerung zurückzuführen ist. 

Wofür wird das erwirtschaftete Geld eingesetzt?

ASFINAG steht für Autobahnen- und Schnellstraßen Finanzierungsgesellschaft, die zu 100 Prozent nutzerfinanziert ist. Die Einnahmen aus der Veräußerung der Vignetten wird für die Verbesserung der Verkehrssicherheit und des Fahrkomforts sowie für den Ausbau und den Betrieb des österreichischen Autobahnen- und Schnellstraßennetzes verwendet, das derzeit annähernd 2175 Kilometer umfasst. In Österreich werden seit dem Jahr 1997 Straßenbenutzungsgebühren erhoben. 

Bild: ASFINAG