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Ottokraftstoff E10 bei Bootsmotoren

09.03.2011 09:05:23 | Cornelia Wahl

Auch Bootsmotoren müssen betankt werden. @uto-motor-info hat sich schlau gemacht, wie es mit der E10-Tauglichkeit der Außenbordmotoren aussieht. Darüber hinaus informieren auch die Hersteller oder Händler genauer, welche Motoren was tanken dürfen.

Honda Außenborder
Honda teilt mit, dass alle Motoren der Power-Equipmentserie mit E10 betankt werden können. Das betrifft die Außenborder mit Viertakt-Motoren und einem Leistungsspektrum von 1,5 kW bis 165 kW (2 bis 225 PS). Honda weist darauf hin, dass der Kraftstoff mit zehnprozentigem Bioethanol-Anteil sich aggressiver gegen Kunststoffe und Lackierungen verhält. Deshalb soll übergelaufenes E10 sofort abgewischt werden. Außerdem weisen die Japaner darauf hin, dass das E10 empfindlicher auf Licht, die Umgebungstemperatur und die Lagerzeit reagiert als der herkömmlich E5-Treibstoff. Deshalb soll E10 nur in zugelassenen Kraftstoffbehältern gelagert werden und dies nicht länger als 30 Tage. E10, das eine Lagerdauer von 30 Tagen überschritten hat, soll nicht mehr verwendet werden. Wird ein Honda-Außenbordmotor länger nicht betrieben, sollte der Kraftstofftank und gegebenenfalls der Dampfabscheider beim Vergaser entleert werden. Beim Betanken im Ausland rät Honda sich vorher über die Zusammensetzung des E10-Kraftstoffes zu erkundigen. Anders als in Deutschland ist dort E10 gegebenenfalls metallhaltig. Ist dies der Fall, sollte man E5 Super Plus tanken. 

Suzuki Außenborder
Suzuki weist darauf hin, das E10 ein verändertes Verhalten in Bezug auf Lichteinstrahlung, Temperatur und Lagerung aufweist. Außerdem reagiere es aggressiver gegenüber Gummi, Kunststoffen, Metallteilen und Lacken. Auch Suzuki rät, E10, das mehr als 30 Tage im Kraftstoffbehälter gelagert wurde, nicht mehr zu verwenden. Wird der Suzuki-Motor längere Zeit stillgelegt, ist es angesagt, das E10 aus dem Dampfblasenabscheider beziehungsweise der Schwimmerkammer abzulassen. Darüber hinaus wird die Einhaltung der regelmäßigen Wartungen wie im Wartungsheft oder der Betriebsanleitung aufgeführt dringend empfohlen. Außerdem macht Suzuki den Hinweis, dass es bei einzelnen Außenbordmotoren, die eine E10-Freigabe bekommen haben, zu einem schlechteren Motorlaufverhalten kommen kann. Wenn dies der Fall ist, sollte künftig der herkömmliche Sprit getankt werden. Außerdem soll beim Betanken im Ausland darauf geachtet werden, dass E10 keine metallhaltigen Zusätze enthält. Ist dies der Fall, solle der Tank mit herkömmlichem E5 betankt werden. 

Nach der @uto-motor-info vorliegenden Liste vertragen diese Suzuki-Zweitakt-Außenborder kein E10:  DT8 (Baujahre 1997 bis 2002), DT8C mit getrennter Ölversorgung (Baujahre 1996 bis 1998), DT9 und DT 9C-Ausführugen mit getrennter Ölversorgung (Baujahre 1996  bis 1998).  Bei den Suzuki-Viertaktern sind alle Motoren für den Betrieb mit E10 geeignet. Motoren, die vor 1996 gebaut wurden, erhalten keine E10-Freigabe.

Yamaha Außenborder
Yamaha erteilt für seine Außenbordmotoren ab dem Modelljahr 2003 eine E10-Freigabe. Über die Verträglichkeit von Modelljahren vor 2003 kann Yamaha keine Aussage treffen. Diese Motoren können auch nicht entsprechend umgerüstet werden und müssen daher weiterhin mit E5-Treibstoff betankt werden.

Vor der Nutzung von E10 in den Modelljahren  ab 2003 empfiehlt Yamaha zwischen dem Bootstank und dem Triebwerk einen Kraftstofffilter mit Wasserabscheider zu montieren. Als Begründung nennt das Unternehmen die Eigenschaft von E10, Feuchtigkeit aufzunehmen. In der Folge könnte es zu Korrosion und Verschmutzungen im Kraftstoffsystem kommen, was dort zusätzliche Pflege und Wartungsarbeiten nötig macht.

Yamaha rät davon ab, Motoren mit einem Kraftstoff zu betanken, dem mehr als zehn Prozent Ethanol beigemischt wurden. Bei der Verwendung eines solchen Treibstoffes erlischt die Garantie.

Fragen und Antworten zu E10 und weiterführende Links finden Sie hier.