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Auto Shanghai 2011: Audi A3 e-tron concept

20.04.2011 07:58:36 | Cornelia Wahl
Audi A3 e-tron conceptAudi zeigt auf der Shanghaier Automesse (21. bis 28. April 2011) einen Technologieträger auf Basis des A3. Der Audi A3 e-tron concept ist eine Stufenhecklimousine mit einer Länge von 4,44 Metern, einer Breite von 1,84 Metern und einer von 1,39 Metern. Der Viersitzer mit einem Kofferraumvolumen von 410 Litern und einem Radstand von 2,63 Metern trägt Audi-typische Design-Merkmale. So zum Beispiel den Singleframe-Kühlergrill mit den abgeschrägten oberen Ecken, dessen Rahmen aus kohlefaserverstärktem Kunststoff (CFK) ist. Links und rechts daneben sind Scheinwerfer montiert, die über eine weitere Entwicklungsstufe der LED-Technologie verfügen. Darüber hinaus ist der durchgehende Lufteinlass über dem Frontspoiler ebenfalls aus CFK hergestellt. Dazu sorgen Splitter für einen erhöhten Abtrieb an der Vorderachse. Die Dachlinie des Audi A3 e-tron erinnert an die eines Coupés. Auffällig sind die markant ausgestellten Kotflügel. Für die Außenspiegel verwendet Audi beim A3 e-tron Aluminium und CFK. Für die Türgriffe des Technologieträgers verwendet Audi Spangen aus gebürstetem Aluminium, die versenkt montiert sind. Erst durch Berührung fahren sie elektrisch aus. CFK findet man auch am Heck, etwa am Diffusor-Einsatz. Audi entwickelte den A3 e-tron concept mit Blick auf ein möglichst geringes Gewicht. So sind der Heckdeckel, die Motorhaube und die Türen aus Aluminium gestanzt. Und für den Bodenbereich kommen so genannte Tailored blank zum Einsatz. Das sind Bleche, die über eine unterschiedliche Stärke verfügen.

Benziner und E-Motor leisten insgesamt 238 PS

Als Antrieb dient dem mit vier Einzelsitzen ausstaffierten Audi A3 e-tron concept ein Plug-in-Hybrid. Hier kommen zwei Motoren zum Einsatz. Zum einen ist dies ein 1,4-Liter-Benzindirekteinspritzer der von einem Turbolader in der Leistungsentfaltung unterstützt wird. Der Verbrennungsmotor leistet 155 kW (211 PS). Zum anderen ist dies eine Elektromaschine, die 20 kW (27 PS) leistet. In der Summe ergibt sich eine Leistung von 175 kW  (238 PS). Damit sprintet die Studie in 6,8 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100. Maximal kann der Wagen 231 km/h fahren. Den Verbrauch gibt Audi im Durchschnitt mit 2,2 Liter je 100 Kilometer an. Neben dem Einsatz eines Elektromotors verfügt der Audi A3 e-tron concept über weitere verbrauchsoptimierende Maßnahmen: eine geregelte Ölpumpe, ein internes Thermomanagement, eine Start-Stopp-Einrichtung und eine Bremsenergierückgewinnungstechnik. Die hinter den Rücksitzen untergebrachten Lithium-Ionen-Akkus haben eine Ladekapazität von zwölf kWh. Das reicht um rein elektrisch 54 Kilometer zurücklegen zu können. Gespeist wird die Batterie entweder durch die Rückführung der Bremsenergie oder durch das Aufladen an der herkömmlichen Steckdose. Die Kraftübertragung des Plug-in-Hybrid übernimmt die Siebengang-S-Tronic. Die Automatik verfügt über zwei Teilgetriebe, die jeweils von einer Kupplung bedient werden. Der Fahrer kann schalten lassen oder selbst schalten via Wippen, die am Lenkrad angebracht sind.

Audi A3 e-tron CockpitFahrwerkstechnik vom RS3 Sportback im Audi A3 e-tron concept

Beim Fahrwerk setzt Audi auf die Technik des RS3 Sportback. Vorne montieren die Ingolstädter McPherson-Federbeine mit separatem Achsträger. Die Komponenten sind weitgehend aus Aluminium gefertigt. Die vordere Spurweite beträgt 1572 Millimeter. Am Hintern des Audi A3 e-tron ist eine Vierlenker-Hinterachse verbaut, deren Lenker aus hochfestem Stahl gefertigt sind. Zudem sind die Stoßdämpfer und die Schraubenfedern voneinander getrennt montiert. Die Spurweite hinten beträgt 1542 Millimeter. Das Lenken übernimmt eine elektromechanische Servolenkung. Ebenso ist der Viersitzer mit der Fahrdynamikregelung Audi select drive ausstaffiert. Damit lassen sich die Motorkennlinie, die Servolenkung und die Siebengang-S-Tronic zwischen den Kennfeldern Comfort, Auto, Dynamic, Individual und Efficiency umschalten Das letztgenannte Programm ist auf maximale Ökonomie ausgelegt. Auch ist ein elektronisches Stabilitätsprogramm mit Sportmodus eingebaut, das sich abschalten lässt. Und die Parkbremse funktioniert elektromechanisch. Den Vortrieb stoppen Bremsscheiben, die vorne von Vier-Kolben-Sätteln in die Zange genommen werden.

Audi A3 e-tron Concept HeckansichtJede Menge Technik im Innenraum

Im Innenraum findet man Leisten aus Aluminium, auf denen Bedienfunktionen integriert sind. Die Alublenden fürs Audiosystem fahren bei Betrieb sogar um einige Millimeter aus. Auf der Mittelkonsole fallen vier große Lüftungselemente auf. Dreht oder zieht man an deren Mittelachse, verändert sich der Luftstrom. Im unteren Bereich der Mittelkonsole findet man die Drehregler für die Klimaautomatik auf einem eigenen Bedienfeld. Das Multifunktionslenkrad ist unten abgeflacht. Dahinter ist ein neues Anzeigekonzept untergebracht, welches über die Fahrzustände des Hybrid-Antriebs informiert. So findet man dort statt eines Drehzahlmessers ein Powermesser. Die Nadel weist auf die Gesamtleistung hin, deren Angabe in Prozent erfolgt. Eine zweite Skala ist in Grün und Orange gehalten und zeigt an, ob der A3 e-tron concept gerade eher elektrisch oder vom Verbrennungsmotor angetrieben wird. Eine weitere Anzeige übermittelt den Ladezustand der Batterie.

Audi montiert im Cockpit des Hybrid-Plug-in ein acht Zoll großes Display für das Fahrerinformationssystem (FIS) und einen Monitor fürs MMI. Dort bekommen die Insassen die Modi und Kraftflüsse im Hybridsystem in 3D-ähnlichen Grafiken dargestellt. Aber auch der Verbrauch oder die Rekuperationsstatistik sind als Balken angezeigt abrufbar. Der Dreh-Drück-Regler des MMI befindet sich auf einer Konsole im Mitteltunnel ebenso ein Touchpad. Für den Internet-Zugang sorgt ein UMTS-Modul. Die Mitreisenden können sich via WLAN im Internet einloggen.

Bilder: Audi