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Fürstentum Monaco: Erlebnis auf 2 Quadratkilometern

30.06.2011 10:30:25 | Cornelia Wahl
Monaco, der Kleinstaat am Mittelmeer, ist zu jeder Jahreszeit eine Reise wert. In dem Land mit annähernd 300 Sonnen-Tagen im Jahr, und wo sich die Reichen und Schönen treffen, bleibt genügend Platz für Touristen. Übernachtungen ab 100 Euro pro Nacht liegen durchaus auf dem Preisniveau anderer europäischer Metropolen.

Monacos Gärten zeigen die Naturverbundenheit des Kleinstaates

Auf zwei Quadratkilometern bekommen die Besucher viel geboten. Sieben Gärten laden zum Spazierengehen oder Entspannen ein. Für Dufthungrige ist der Besuch des Rosengartens Roseraie Princesse Grace Pflicht. Dort haben annähernd 150 Rosensorten ihre Heimat. In der Blütezeit geben die über 4000 Rosenstöcke ihre Düfte an die Umgebung ab. Tierisch geht es im Tiergarten zu, den man an der Südseite des Grimaldi-Felsens findet. Für einen Eintrittspreis von vier Euro pro Kopf kann man zahlreichen Vogelarten, Flusspferden, schwarzen Panthern oder Tigern begegnen. Mehr als 200 Tiere sind im Tiergarten untergebracht. Mit der Kultur Japans wird man im Japanischen Garten konfrontiert. Bei freiem Eintritt kann man entspannt auf 7000 Quadratmetern dem Plätschern des Baches lauschen und die angelegte Landschaft genießen. Eine besondere Attraktion ist zweifelsohne der Exotische Garten (Bild unten). Neben seinem tollen Ausblick finden sich an den Felsen meterhohe Kakteen, die dort ihre ganze Pracht entfalten können. Gleich beim Exotischen Garten befindet sich die Grotte de l'Observatoire mit ihren Kalkablagerungen. Der Eintritt in den Exotischen Garten beträgt pro Nase 6,80 Euro. Wer lieber Action sucht, für den bietet Monaco auch eine Vielfalt an sportlichen Beschäftigungen. Zu nennen sind hier Surfen, Tauchen, Golfen, Tennis und Bergsport. Für Wanderer interessant ist der Fernwanderweg Via Alpina, der in 341 Tagesetappen in alle acht Alpenländer führt.

Wissenswertes in Museen zu unterschiedlichen Themen

Sollte das Wetter mal nicht mitspielen, kann man sich die Zeit in den neun Museen des Landes vertreiben. Beispielsweise im ozeanografischen Museum (elf Euro Eintritt). Dort erfährt man alles Wissenswerte rund ums Meer. Dort erfreuen farbenfrohe seltene Fischarten die Augen der Besucher. Aber auch die Nachbildung eines Korallenriffes ist dort zu finden. Wer sich für Schiffe interessiert, dürfte sich im Schifffahrtsmuseum heimisch fühlen. Hunderte Schiffsmodelle können dort bewundert werden (Eintritt: vier Euro). Autofans kommen im Automuseum auf ihre Kosten. Für sechs Euro sind dort annähernd 100 Fahrzeuge europäischer oder amerikanischer Hersteller ausgestellt. Aber auch Autos, die von Fürst Rainier III. bewegt wurden, können dort angeschaut werden. Und wer sich für geschichtliches interessiert, kann im anthropologischen Museum Grabstätten besichtigen (Eintritt: 6,80 Euro). Unterstützt wird das kulturelle Leben im Seealpen-Staat durch Veranstaltungen und kulturelle Einrichtungen wie Ballett, Philharmonisches Orchester oder dem neuen Nationalmuseum. 

Facettenreicher Gaumenkitzel in über 100 Lokalen

Einen weiteren Einblick in die Kultur des zweitkleinsten Staates der Welt, bekommt man, wenn man durch die Gässchen in der Altstadt schlendert. Dabei sollte man auf jeden Fall die Chocolaterie de Monaco aufsuchen. In dem Familienunternehmen, das zu den Hoflieferanten des Fürstenhauses zählt, entstehen seit mehr als 90 Jahren Gaumenfreuden aus Schokolade, etwa Pralinen mit Grünem Tee, Orangen-Stäbchen oder von edlem Kakao umhüllte Reis-Crispies. Weiteren kulinarischen Genüssen kann man sich in weit über 100 Restaurants hingeben. Feinschmecker kommen in den zahlreichen Sternelokals auf ihre Kosten. Aber auch typische monegassische Gerichte finden sich auf den Speisekarten genauso wie mediterrane Gerichte oder asiatische und japanische Kreationen. Das Nachtleben lässt sich in Bars und Clubs erkunden. Wer Pech in der Liebe hat, kann sein Glück im Casino (Eintritt: zehn Euro) versuchen.

Monaco-Bahnhof: In Felsen integriert

Monaco kann man mit dem Auto oder dem Zug, per Schiff oder mit dem Flugzeug erreichen. Wer mit dem Auto kommt, stellt es am besten in einem Parkhaus ab, das außerhalb der Altstadt Monacos liegt. Zum Ziel in Monaco gelangt man dann mit anderen Verkehrsmitteln. Die Anreise mit der Bahn endet im neuen Bahnhof, der sich unterirdisch im Felsen befindet. Aus Deutschland gelangt man mit vier Fluglinien zunächst nach Nizza. Von dort aus kann man mit dem Hubschrauber oder mit dem Bus weiterreisen. Innerhalb Monacos kostet eine Busfahrt mit einer der sechs Buslinien ein Euro. Um sich in Monaco zu Recht zu finden, muss man nicht unbedingt die französische Sprache sprechen. Fast überall wird Englisch verstanden. Auch in Deutsch oder Italienisch kann oftmals kommuniziert werden. 

Bilder: Monaco Press Centre Photos