Login

Mercedes S-Klasse: Erste Infos zur neuen Generation

19.11.2012 19:10:17 | Cornelia Wahl
Mercedes S-Klasse Frontansicht getarntEs dauert noch ein paar Monate, bis die neue S-Klasse im Jahr 2013 auf den Markt rollt. Infos zu den dort zum Einsatz kommenden Assistenzsystemen hat Mercedes bereits jetzt bekannt gegeben. 

Nichts bleibt dem Fahrzeug verborgen

Immer, wenn eine Automobilmarke ein neues Top-Modell auf den Markt bringt, ist es nur so mit fortschrittlicher Technik vollgestopft. So ist es auch mit der neuen S-Klasse von Mercedes. Hier sorgen zahlreiche Assistenzsystem für Komfort und Sicherheit, in dem sie den Fahrer bei seiner Arbeit unterstützen. Die für die neue S-Klasse zur Verfügung stehenden Assistenzsysteme sollen in der Lage sein, Gefahrenpotenziale noch besser zu erkennen. So hat die neue schwäbische Luxuslimousine einen 360-Grad-Rundumblick. Zusammen mit der ausgeklügelten Vernetzung der einzelnen Assistenzsysteme können die Insassen selbst, aber auch andere Verkehrsteilnehmer geschützt werden. 

Herzstück: SMPC

Mit der neuen S-Klasse führt Mercedes eine Stereo Multi Purpose Camera (SMPC) ein. Sie ist hinter der Windschutzscheibe im Bereich des Innenspiegels angebracht und quasi das Herzstück der elektronischen Unterstützer. Mit einem Öffnungswinkel von 45 Grad kann sie querende Objekte und Fußgänger räumlich wahrnehmen und deren Bahn berechnen. Stereo bedeutet, dass es zwei Kameraaugen gibt. Die erlauben es, in einem Gebiet bis etwa 50 Meter vor dem Wagen dreidimensional zu sehen. Und: Sie behalten das Umfeld vor dem Fahrzeug bis zu einer Entfernung von 500 Metern im Blick. Die von der Kamera ermittelten Daten können von weiteren Assistenzsystemen weiter verarbeitet werden. Dazu werten Algorithmen diese Informationen aus. In dem Sichtbereich entgegenkommende, vorausfahrende und querende Fahrzeuge, Fußgänger und verschiedene Arten von Verkehrszeichen oder Straßenmarkierungen können erkannt und räumlich eingeordnet werden. 

Auch Radarsensorik liefert Daten

Weitere Daten werden von den Radarsensoren geliefert. Dazu sind im vorderen Stoßfänger zwei Nahbereichssensoren montiert, die eine Reichweite von 30 Metern und einen Öffnungswinkel von 80 Grad haben. Darüber hinaus sind hinten zwei Nahbereichssensoren und ein Multi-Mode-Radar eingebaut. Ihnen zur Seite steht ein Fernbereichsradar mit einer Reichweite von 200 Metern und einem Öffnungswinkel von 18 Grad und einer Mittelbereichserfassung (60 Meter, 60 Grad). Die Daten der Kamera und des Radars werden in einem Steuergerät zusammengeführt und liefern so die relevanten Daten für die jeweiligen Assistenzsysteme. Ergänzt wird das System durch insgesamt zwölf Ultraschallsensoren an den Seiten sowie an Front und Heck, und durch vier Kameras als 360-Grad-Kamerasystem.

Mercedes S-Klasse - Überblick TechnikÜberblick über die neuen und erweiterten Assistenzsystemen in der neuen S-Klasse

► Distronic Plus mit Lenk-Assistent
► Bremsassistent BAS Plus mit Kreuzungs-Assistent
► Pre-Safe Bremse
► Pre-Safe Plus
► Pre-Safe Impuls
► Aktive Spurhalte-Assistent
► Adaptive Fernlicht-Assistent Plus
► Nachtsicht-Assistent Plus
► Attention Assist

Weitere Sicherheitsausrüstungen sind ein aktives Gurtschloss und ein Beltbag als Schutz für die hinten Sitzenden. Darüber hinaus kommt die S-Klasse ohne Glühlampen aus. Eine Weltneuheit ist die Mehrpegelfunktionalität. Hier wird das Bremslicht bei Nacht oder beim Warten an einer roten Ampel in der Intensität zurückgeregelt. 

Ausbaldowert und serienreif gemacht haben die Entwickler die neuen Assistenzsysteme auf zahllosen Testfahrten. Außerdem nahmen zahlreiche Probanden im Simulator des Autoherstellers Platz. 

Bilder: Mercedes