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Österreich: Ohne Vignette kann's teuer werden

20.12.2012 10:47:08 | Cornelia Wahl
Österreich Pickerl 2012Wer in Österreich ohne Vignette erwischt wird, dem wird tief in die Tasche gegriffen. Wie der Automobilclub ADAC mitteilt, kontrolliert die österreichische Autobahnbetreibergesellschaft ASFINAG mit mobilen Überwachungsanlagen gezielt, ob am Auto ein Pickerl beppt. Dazu wird jedes Auto bei der Vorbeifahrt abgelichtet und von der Frontscheibe wird ein hochauflösendes Foto hergestellt. Wer die Maut prellt und ohne gültige Vignette unterwegs ist und dabei erwischt wird, kann zur Vermeidung eines Bußgeldverfahrens in der Regel eine Ersatzmaut aufgebrummt bekommen. Die wird bei Personenwagen bis zu 3,5 Tonnen mit 120 Euro berechnet. Verboten ist es auch eine einmal angeklebte Vignette wieder zu entfernen, um sie in einem anderen Fahrzeug zu verwenden. Wer dabei geschnappt wird, zahlt 240 Euro. Wer mit dem Motorrad ohne Vignette in Österreich fährt, zahlt eine Ersatzmaut von 65 Euro. Kommt ein und dasselbe Pickerl an einem anderen Motorrad, zum Einsatz, müssen 130 Euro bezahlt werden. 

Bußgeldbescheid geht an Heimatort

Wird die Ersatzmaut nicht bezahlt, erstattet die ASFINAG Anzeige und es wird ein so genanntes Verwaltungsstrafverfahren eingeleitet. Dann ist mit einer Geldbuße zu rechnen, die zwischen 300 und 3000 Euro liegt. Die Strafverfügung wird an die Heimatadresse des Halters versendet. Kommt derjenige der Forderung nicht nach, kann sie zwangsweise eingetrieben werden. 

Hier gehört die Vignette hin

Bei Autos sollte die Vignette innen an der Frontscheibe kleben, und zwar im linken vorderen Bereich. Auf keinen Fall sollte sie hinter einem Tönungsstreifen angebracht sein. Bei Motorrädern ist das Pickerl gut sichtbar auf einem schwer oder gar nicht entfernbaren Bestandteil anzubringen, beispielsweise am Tank.

Bild: ASFINAG