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BMW R 1200 GS: Neue Generation

28.12.2012 13:59:47 | Maria Goldi
BMW R 1200 GSBMW bringt im Frühjahr 2013 die neue Generation der Reiseenduro R 1200 GS auf den Markt. Sie verfügt weiterhin über einen Boxermotor. Fahrwerk und Bremsanlage wurden neu entwickelt beziehungsweise überarbeitet.

Neues Kühlkonzept für die Neuauflage 

Die Neuauflage der R 1200 GS von BMW Motorrad präsentiert sich mit einem neu definierten Antriebskonzept. So wurde das Kühlsystem für mehr Leistung und für die Einhaltung künftiger Normen bei Abgas und Geräusch umgestellt. Der Boxermotor arbeitet mit einer Luft-Flüssigkeitskühlung. Dabei haben die Münchener das Motoröl gegen ein Glycol-Wasser-Gemisch getauscht. Das Gemisch kann mehr Wärme aufnehmen und damit auch mehr Wärme abtransportieren. Darüber hinaus werden nur thermisch besonders beanspruchte Motorenteile über die Kühlflüssigkeit gekühlt. Beim Aggregat setzen die Macher in der Hauptsache auf Luftkühlung. Dazu sind zwei kleine Kühler montiert. Die Durchströmung der Zylinderköpfe erfolgt in vertikaler Richtung. Ins Motorgehäuse integriert sind eine Sechsgang-Schaltung und die Ölbadkupplung mit Anti-Hopping-Funktion. Links befindet sich der Sekundärantrieb mit Kardanwelle.

Boxer-Aggregat mit 125 PS Leistung

Der Boxermotor hat einen Hubraum von 1170 cm3. Die Leistung ist mit 92 kW (125 PS) bei 7700 Touren angegeben. Das Maximaldrehmoment von 125 Newtonmetern liegt bei 6500 Umdrehungen je Minute an. Außerdem ist ein E-Gas vorhanden. Fürs E-Gas befindet sich am Gasdrehgriff ein Sensor. Der gibt den Befehl des Fahrers an die Motorsteuerung weiter. Entsprechend wird die Drosselklappe elektronisch angesteuert, was die Fahrbahrkeit und die Laufkultur verbessert. Darüber hinaus ist eine Sauganlage mit einem Drosselklappendurchmesser von 52 Millimetern montiert. 

Reifen in neuer Dimension

Völlig neu entwickelt präsentiert sich das Fahrwerk der R 1200 GS. Es besteht aus einem durchgehenden Stahlrohr-Brückenrahmen mit angeschraubtem Rahmenheck. Zusammen mit der Auslegung der Telelever vorne und des Evo Paralever hinten ergibt sich eine verbesserte Torsions- und Fahrstabilität. Das Handling haben die Ingenieure durch verfeinerte geometrische Fahrwerksgrunddaten optimiert. Die längere Schwinge sorgt zudem für ein Plus an Traktion. Darüber hinaus montiert sind Reifen der neuen Dimensionen 120/70 R 19 vorne und 170/60 R 17 hinten. 

Modifizierte Bremsanlage

Überarbeitungen erfuhr auch die Bremse der neuen R 1200 GS. So sind vorne radial befestigte Monobloc-Bremssättel von Brembo verbaut. Hinten wurde der Durchmesser der Scheibe größer gewählt. Darüber hinaus verfügt die R 1200 GS ab Werk über ein Integral ABS (Antiblockiersystem).

Viele Verstellmöglichkeiten für mehr Sitzkomfort

Zur Serienausstattung der BMW-Reiseenduro gehört ein Hauptscheinwerfer mit optimaler Lichtausbeute. Als Sonderausstattung ist ein Tagfahrlicht erhältlich. Die Elektronik der Maschine arbeitet mit einem neuen Bordnetz. Das bringt weniger Verkabelung mit sich. Zum Schutz vor Wind und Wetter verfügt das Windschild über ein Einstellrad, das mit einer Hand verstellt werden kann. In Sachen Sitzkomfort verfügt die R 1200 GS nun über eine erweiterte Einstellmöglichkeit. So lässt sich der Fahrersitz in Höhe und Neigung einstellen. Und der Sozius-Sitz kann läng verschoben werden. Zudem kann der Lenker nach oben gedreht werden. Und der Knieschluss im Tankbereich wurde optimiert. Neu ist die Instrumentenkombi mit dem integrierten Bordcomputer. 

Preise starten bei gut 14.000 Euro

In den Handel rollt die BMW R 1200 GS Anfang März 2013. Die Preise beginnen bei 14.100 Euro. Als Hauptfarben stehen zur Wahl: Alpinweiß uni, Racingred uni, Bluefire uni und Thundergrey metallic. 

Bild: BMW