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Chevrolet Corvette Stingray: 7. Corvette-Generation

14.01.2013 18:06:06 | Cornelia Wahl
Chevrolet Corvette StingrayDie neue Generation der Corvette trägt einen alt bekannten Namenszusatz: Stingray stand in den 1960er-Jahren bei der Corvette für ein besonderes Zusammenwirken von Technik, Design und Leistung. Daran soll die siebte Generation anknüpfen. Bis auf zwei Komponenten hat die Generation C7 nichts mit dem Vorgänger gemein. Rahmenstruktur, Fahrwerk, Antrieb, Assistenzsysteme, Exterieur- und Interieur-Design sind komplett neu. 

Leichtbaumaterialien für die Karosserie

So setzt Chevrolet auf das Leichtbaumaterial Kohlefaserwerkstoff für die Fronthaube und das abnehmbare Hardtop. Verbundwerkstoff sind die Mittel der Wahl bei Kotflügeln, Türen und den hinteren Karosserieseitenwänden. Karbon-Nano-Verbundmaterial findet bei der Unterbodenverkleidung Verwendung. Für eine optimale Gewichtsverteilung von 50 zu 50 sorgt ein neuer Aluminiumrahmen. Das Karosseriedesign hat eine motorsporterprobte Aerodynamik. Xenon-Hochleistungsscheinwerfer mit LED-Leuchtdioden leuchten bei Dunkelheit die Fahrbahn aus.

Zwei Sitzvarianten

Im vollständig verkleideten Innenraum der Corvette Stingray verwendet Chevrolet Werkstoffe wie Karbon und Aluminium. Zum Einsatz kommen die Sitzvariante GT oder ein Rennsitz, die jeweils einen Leichtbau-Magnesiumrahmen haben. Das verwendete Leder ist handgearbeitet. Für Fahrerinformationen und das Infotainmentsystem ist ein dualer acht Zoll großer Bildschirm an Bord. Das Lenkrad ist mit 360 Millimeter im Durchmesser kompakt geraten. Der Beifahrer-Haltegriff an der Mittelkonsole ist verstärkt und an der Konsolenkante kommen Soft-Touch-Materialien zum Einsatz. 

Chevrolet Corvette Stingray InnenraumFahrwerk ist rennsporterprobt

Das Fahrwerk verfügt über ein im Rennsport erprobtes Doppelquerlenker-Konzept. Die unteren hohlen Querlenker sind vier Kilogramm leichter ausgefallen als beim Vorgänger. An der Hinterachse sind neue Aluminiumspurstangen vorhanden, mit denen weitere 1,1 Kilogramm eingespart werden konnten. Die Radgröße beträgt vorne 18 und hinten 19 Zoll. Darüber hinaus hat die Stingray-Corvette einen längeren Radstand und eine breitere Spur. Die Dämpfung übernehmen Einrohrstoßdämpfer mit Zweiwegeaufnahmen aus Aluminium. Die Servolenkung arbeitet elektrisch, die Brembo-Bremse mit Vierkolben-Festsattelsystem. Fünf Fahrmodi (Wetter, Eco, Tour, Sport, Track) ermöglichen die Verstellung von zwölf variablen Fahrzeugparametern, um die Fahrdynamik optimal den jeweiligen Fahrbedingungen anzupassen. Zentrales Element ist der Driver Mode Selector. Der Drehknopf ist neben der Schaltkulisse platziert. Das neue Siebengang-Schaltgetriebe hat eine Gangwechselerkennung. So wird die Motordrehzahl an die Gangwahl angepasst und für harmonische Gangwechsel gesorgt. 

V8 mit 450 PS

Eine komplette Neuentwicklung ist der 6,2 Liter große V8-Motor. Zu seinen Merkmalen gehören Benzin-Direkteinspritzung, Zylinderabschaltung, eine kontinuierlich variable Ventilsteuerung und eine hoch moderne Verbrennungssteuerung. Der Treibsatz leistet annähernd 331 kW (450 PS) und hat ein maximales Drehmoment von rund 610 Newtonmetern. Der Sprint von null auf 60 Meilen pro Stunde soll in unter vier Sekunden vonstattengehen. Der mittlere Verbrauch soll unter neun Liter Kraftstoff je 100 Kilometer liegen. 

Zusammengebaut wird die Corvette Stingray im GM-Werk Bowling Green im US-Bundesstaat Kentucky. Der Verkaufsstart des neuen Sportwagens ist für das dritte Quartal 2013 geplant.

Bilder: © Chevrolet