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Audi RS7 Sportback: Mit 560 PS

15.01.2013 11:19:47 | Cornelia Wahl
Audi RS7 FrontansichtAudi zeigt auf der North American International Auto Show (NAIAS)  in Detroit (19. bis 27. Januar 2013) sein neuestes Mitglied der RS-Familie, den RS7 Sportback. 

Vier Liter großes Herz 

Herzstück des fünftürigen Coupés ist der V8-Biturbo. Der 3993-Kubikzentimeter-Motor entwickelt eine Leistung von 412 kW (560 PS). Das maximale Drehmoment von 700 Newtonmetern liegt zwischen 1750 und 5500 Umdrehungen je Minute konstant an. Absolviert das sportliche Coupé den Spurt aus dem Stand auf 100 km/h, bleibt die Uhr bei 3,9 Sekunden stehen. Den Mittelverbrauch gibt Audi mit 9,8 Liter je 100 Kilometer an. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 250 km/h begrenzt. Wer schneller unterwegs sein möchte, kann die Begrenzung entweder auf 280 km/h (Dynamik-Paket) oder auf 305 km/h (Dynamik-Plus-Paket) aufheben lassen. 

Doppelturbo, Allradantrieb, Zylinderabschaltung

Zu den technischen Feinheiten des Aggregats zählen beispielsweise die beiden Twinscroll-Turbolader, die bis zu 1,2 bar Ladedruck aufbauen können. Sie haben mit ihren Ladeluftkühlern ihren Platz im Innen-V der Zylinderbänke. Dem RS7 Sportback angepasst wurde die Motorsteuerung, die Ansauganlage wurde entdrosselt. Für einen sonoren sportlichen Motorklang sind in der Abgasanlage schaltbare Klappen eingebaut. Für Effizienz des Motors sorgen unter anderem das Start-Stopp-System und das Thermomanagement. Außerdem verfügt der Vierliter-V8 über eine Zylinderabschaltung. Bei geringen und mittleren Drehzahlen schalten sich vier Zylinder ab: Der V8 wird dann zum Vierzylinder. Die Kraftübertragung an alle vier Räder übernimmt die Achtstufen-Tiptronic. Sie hat die Programme D und S zur Wahl, kann aber auch manuell geschaltet werden. Dafür sind Schaltwippen am Lenkrad und ein Wählhebel an Bord. Während die unteren Gänge eng abgestuft sind, fungiert der achte Gang wegen seiner langen Übersetzung eher als eine Art Overdrive. Den Fahrbahnkontakt stellen 20 Zoll große Schmiederäder im Sieben-Doppelspeichen-Design her. Bei den Bremsen kommen rundum innenbelüftete Scheiben zum Einsatz mit Sechskolben-Sätteln. Die Luftfederung legt den RS7 Sportback um zwei Zentimeter tiefer. Die Dämpfung passt sich den Fahrbahngegebenheiten an. 

Audi RS7 Sportback InnenraumSpezielles RS-Outfit

Außen zeigt sich der RS7 Sportback mit speziellem vorderem Stoßfänger. Die Schutzgitter sind hochglänzend Schwarz ausgeführt und weisen eine Wabenstruktur auf. Die Anbauteile tragen mattes Aluminium. Hinten am Wagen gibt es einen ausfahrbaren Heckspoiler, einen Diffusor und zwei große ellipsenförmige Endrohrblenden. In der Farbkarte stehen für das neueste RS-Mitglied zehn Außenfarben. Darunter befinden sich der neue Farbton Nardograu und exklusiv die Lackierung Daytonagrau Matteffekt. Serienausstattungsmerkmale sind unter anderem Xenon-Plus-Scheinwerfer, eine Reifendruckkontrolle, die Einparkhilfe plus, eine Drei-Zone-Klimaautomatik, eine Geschwindigkeitsregelanlage und ein Audi-Soundsystem.

Sportliche Gestaltung des Interieurs

Im Innenraum haben die Rundinstrumente schwarze Zifferblätter, weiße Skalen und rote Zeiger. Im Drehzahlmesser ist ein RS7-Schriftzug erkennbar. Das mit Leder bezogene Dreispeichen-Lenkrad ist unten abgeflacht. Die Einstiegsleisten sind beleuchtet. Im Fahrerinformationsdisplay zeigt ein Schaltblitz das Erreichen der Drehzahlgrenze an. Ergänzt wird die Anzeige von denjenigen für den Ladedruck und die Öltemperatur. Zudem ist ein Laptimer vorhanden. Ansonsten zeigt sich der Innenraum in Alu-  und Klavierlackoptik oder mit Dekorelementen in Carbon. Der Dachhimmel trägt Schwarz. Die RS7-Sportsitze integrieren die Kopfstützen. Sie sind mit einer Kombination aus Alcantara und Leder und ganz in Schwarz bezogen. Die Mittelbahnen weisen eine Rautensteppung auf. 

Über den Zeitpunkt der Markteinführung und zum Preis des neuen RS7 Sportback machte Audi noch keine Angaben. 

Bilder: Audi