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Mercedes E 63 AMG: Stärker

22.01.2013 10:28:17 | Cornelia Wahl
Mercedes E 63 AMG FrontansichtMit der Überarbeitung der E-Klasse erhält das E 63 AMG-Modell mehr Leistung und ein leicht verändertes Aussehen.  

Das Aussehen des neuen E 63 AMG

An der Front lässt sich der neue Mercedes E 63 AMG an dem silberchromen AMG Twin-Blade-Kühlergrill und dem so genannten A-Wing identifizieren. Der A-Wing ist ein dreidimensionales Luftleitelement, welches sich über die gesamte Breite der AMG Frontschürze erstreckt. Es zeigt ein stilisiertes A. Der A-Wing ist in Wagenfarbe lackiert und mit einer silberchromen Zierleiste verfeinert. Er bildet den Rahmen für die großen Kühlluftöffnungen. Für eine optimale Anströmung der Kühlmodule sind an den seitlichen Lufteinlässen schwarze Flics angebracht. Für weniger Auftrieb sorgt ein ebenfalls in Wagenfarbe lackierter Frontsplitter. Zudem sind die Kotflügel des E 63 AMG verbreitert. Darauf Platz finden V8-Biturbo-Schriftzüge. Optische Luftauslassöffnungen finden sich seitlich am Heck. Die Doppelendrohre der AMG  Sport-Abgasanlage sind verchromt. Der schwarze Diffusoreinsatz weist deutlich sichtbare Finnen auf.

Der Motor des neuen E 63 AMG

Unter der Motorhaube werkelt ein V8-Biturbo, der nun 410 kW (557 PS) leistet. Das sind 24 kW (32 PS) als der Vorgänger. Zugelegt, und zwar um 20 Newtonmeter, hat das maximale Drehmoment, das nun bei 720 Newtonmetern liegt. Der 5461-Kubikzentimeter-Motor beschleunigt den E 63 AMG, den es mit Hinterradantrieb ausschließlich als Limousine gibt, in 4,2 Sekunden von null auf Tempo 100. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 250 km/h, was der Elektronik zu verdanken ist. Im Mittel genehmigt sich der V8-Doppelturbo nach Werksangabe 9,8 Liter Sprit auf 100 Kilometer. Die CO2-Emission soll dabei bei 230 Gramm je Kilometer liegen.

Mercedes E 63 AMG CockpitDas Getriebe des neuen E 63 AMG

Die Kraftübertragung erfolgt beim E 63 AMG über das AMG Speedshift MCT Siebengang-Getriebe an die hinteren Räder. Die Schaltung bietet vier Fahrprogramme: C für Controlled Efficiency, S für Sport, S+ für Sport Plus und M für Manuell. Ist der Modus C gewählt, ist das Start-Stopp-System aktiv. Es schaltet den V8 beispielsweise beim Halt an der roten Ampel aus. Außerdem ist die Getriebekennlinie weicher ausgelegt, die Gangwechsel erfolgen früher. Im C-Betrieb wird der E 63 AMG grundsätzlich im zweiten Gang angefahren. Fällt die Wahl auf eines der Programme S, S+ oder M reagieren Motor und Getriebe agiler. Die Start-Stopp-Funktion ist dann nicht mehr aktiv. Eine für kurze Zeit und genau festgelegte Zurücknahme von Zündung und Einspritzung bei Volllast sorgt für schnellere und akustisch wahrnehmbarere Gangwechsel. Ebenso zählen eine automatische Zwischengasfunktion beim Runterschalten und die Race-Start-Funktion zur Serienausstattung des AMG-Getriebes. 

Das Fahrwerk des neuen E 63 AMG 

Das AMG Ride Control-Fahrwerk zeigt sich mit elektronisch geregelten Dämpfern. Vorne kommen Stahlfedern zum Einsatz, hinten ist ein voll tragendes Luftfedersystem montiert. Das Fahrwerk lässt sich über eine Taste in den Comfort-, den Sport- oder den Sport-plus-Modus versetzen. Außerdem verfügt der E 63 AMG über eine um 48 Millimeter breitere Spur an der Vorderachse und über mehr negativen Radsturz an Vorder- und Hinterachse. Dazu kommt eine elektromechanische AMG Sportparameterlenkung mit direkterer Übersetzung. Die Servounterstützung wird dem jeweiligen Fahrwerksmodus angepasst. Die Verbindung zur Straße stellen titangraue, glanzgedrehte AMG-Leichtmetallräder im Zehn-Speichen-Design, bestückt mit 255/40er vorne und 285/35er-Pneus hinten im 18-Zoll-Format her. Dass 557 PS angemessen gezügelt werden müssen, versteht sich von selbst. Mercedes macht dies beim AMG über eine Hochleistungsbremse. Hier sind rundum belüftete und perforierte Bremsscheiben an Bord mit je 360-Millimeter-Durchmesser. An der Vorderachse kommt Verbundtechnik zur Anwendung. Die Bremssättel sind silber lackiert und tragen einen weißen AMG-Schriftzug. Vorne sind Sechs-Kolben-, hinten Vier-Kolben-Bremssättel eingebaut. 

Mercedes E 63 AMG: Der Preis

Mercedes bringt den E 63 AMG im April 2013 zu den Händlern. Bestellt werden kann der neue E 63 AMG bereits. Sein Grundpreis: 103.054 Euro. Im Juni folgt das E 63 AMG-Modell mit Allradantrieb 4 Matic und als 4 Matic S (mit Sperrdifferenzial, 430 kW (585 PS) stark, Drehmomentmaximum: 800 Newtonmeter). Die Allradmodelle sind als Limousine und T-Modell zu bekommen. Den E 63 AMG 4 Matic gibt es ab 106.981 Euro (T-Modell: 109.599 Euro). Der E 63 AMG 4 Matic S kostet mindestens 118.405 Euro (T-Modell: 121.023 Euro).

Bilder: Mercedes