Citroën C4 Picasso: Infos zum Neuen

02.04.2013 18:11:16 | Cornelia Wahl
Citroen C4 Picasso FrontansichtCitroën hat den C4 Picasso runderneuert. Der Kompaktvan  basiert auf der neuen Konzernplattform EMP2 (Efficient Modular Platform 2). Die ist mit verantwortlich dafür, dass der neue C4 Picasso deutlich leichter ist als sein Vorgänger, aber auch kürzer und flacher. Erstmals bieten die Franzosen einen Euro-6-Diesel an. 

Kürzer, flacher: C4 Picasso

Der neue C4 Picasso ist 4,43 Meter lang, 1,83 Meter breit und 1,61 Meter hoch. In der Länge büßt die neue Generation gegenüber dem Vorgänger 40 Millimeter ein. Zugelegt hat dagegen der Radstand: um 55 Millimeter auf 2,785 Meter. Das verspricht zumindest auf dem Papier ordentliche Platzverhältnisse für die Insassen. Fürs Gepäck jedenfalls trifft das schon mal zu. In den Kofferraum des neuen C4 Picasso passen Gepäckstücke mit einem Volumen von bis zu 537 Litern. Das sind 40 Liter mehr als dies beim Vorgänger der Fall war. Das Volumen lässt sich steigern, wenn die zweite Sitzreihe flach gelegt ist. Die Sitze hinten sind im Übrigen alle gleich breit und ihre Lehnen können in der Neigung verstellt werden. 

Klares Design, zwei Bildschirme im Interieur

Der Innenraum des C4-Kompaktvans zeigt sich mit klaren Linien. Am auffälligsten ist die Zweifarbigkeit, die dem Armaturenbrett eine Asymmetrie verleiht. Während der Fahrerbereich in Schwarz gehalten ist, zeigt sich der Teil auf der Beifahrerseite in einem hellen Farbton. Dekorteile aus seidenmattem Chrom und glänzend schwarze Einlegearbeiten verzieren das Interieur. Dazu passt das lasergravierte Motiv in den Türinnenverkleidungen. In der Mittelkonsole befinden sich unübersehbar zwei Bildschirme. Der eine ist ein Touchscreen in sieben Zoll. Der andere ist ein HD-Panoramabildschirm mit einer Größe von zwölf Zoll. Sieben Zoll - sieben Tasten, so lässt sich der Touchscreen beschreiben. Über sie sind die Funktionen Klimaanlage, Navigation, Audiosystem, Telefon, Fahrhilfen und verbundene Dienste steuerbar. Über den HD-Bildschirm lassen sich alle wesentlichen Fahrzeuginformationen anzeigen. Außerdem ist die Anzeige nach den Wünschen des Fahrers frei konfigurierbar. Und gibt es einen Zugriff auf das Anwenderportal Multicity Connect von Citroën. Die Verbindung wird über den Touchscreen gesteuert. Das Portal liefert Informationen zur nächsten Tankstelle, zu Hotels und Restaurants oder zum Wetter. Wer sich beim Reisen verwöhnen lassen möchte, kann dies mit dem Lounge-Paket tun. Es beinhaltet Massagesitze vorne, Relaxsitz mit Unterschenkelunterstützung auf der Beifahrerseite und Relax-Kopfstützen auf allen Sitzplätzen. 

Zahlreiche Sicherheitsassistenten verfügbar

Auf Seiten der Ausstattung sind neben einem schlüssellosen Zugangs- und Startsystem, einer motorisierten Kofferraumklappe und einer Rückfahrkamera auch zahlreiche Sicherheitssysteme verfügbar. So zum Beispiel das System Vision 360o. Dabei liefern vier Kameras, die rundum am Fahrzeug angebracht sind verschiedene Ansichten. Der Parkassistent unterstützt den Fahrer bei der Suche nach einem geeigneten Parkplatz und anschließend beim Einparkvorgang, in dem er selbsttätigt den Wagen manövriert. Der Fahrer gibt Gas und bremst. Ebenfalls erhältlich ist ein Abstandshalter. Der aktive Geschwindigkeitsregler arbeitet mit Radar im vorderen Stoßfänger. Das System sorgt für einen konstanten Abstand zum Vorherfahrenden. Ist die Straße frei, beschleunigt es auf die voreingestellte Geschwindigkeit. Ein weiteres Sicherheitsfeature sind die aktiven Sicherheitsgurte vorne. Deren Motoren ziehen den Gurt bei Gefahr stramm. Ebenfalls erhältlich sind ein Spurverlassenswarner und ein Fernlichtassistent. Der Tote-Winkel-Helfer arbeitet mit Ultraschall und warnt mit einer orangenen Diode in den Außenspiegeln. Zudem gibt es das Notruf- und Kommunikationssystem eTouch. Bei einem Unfall oder einer Panne wird automatisch Hilfe an den Ort des Geschehens beordert. Dafür ist eine SIM-Karte im Auto vorhanden. Die beiden Dienste sind kostenfrei. 

Citroen C4 Picasso - InnenraumDeutlich leichter als der Vorgänger

Optisch zeigt sich der C4 Picasso dynamischer. Die Überhänge sind kurz gehalten. Motorblock und Bodengruppe des Kompaktvan haben die Franzosen deutlich näher an den Asphalt gerückt. Die Spur hat vorne um 82 Millimeter und hinten um 31 Millimeter zugelegt. Dank des Einsatzes von Aluminium und hochelastischem Stahl bei Plattform und Karosserie hat der neue C4 Picasso nach Citroën-Angaben um 140 Kilogramm abgespeckt. Wie beim Vorgänger ist eine Panorama-Windschutzscheibe eingebaut. Die Motorhaube ist kräftig. Der Doppelwinkel ist neu in Szene gesetzt. Die Tagfahrlichter arbeiten mit LED. Die Scheinwerfer sind klein gehalten. Außerdem gibt es ein verglastes Dach, dass Ein- und Ausblicke bietet. Als Außenfarben stehen insgesamt acht Farbtöne in Grau, Braun, Schwarz, Rot oder Blau zur Wahl. Bei den Leichtmetallfelgen stehen die Formate 16, 17 oder 18 Zoll im Regal. 

Erstmals Euro-6-Diesel im Angebot

Bei den Motoren sind die Diesel-Aggregate - außer beim HDi 90 BVM - mit Start-Stopp-Automatik ausgerüstet. Den geringsten Verbrauch verbucht der e-HDi 90 Airdream mit 3,8 Liter Diesel auf 100 Kilometer im Schnitt (CO2: 98 Gramm je Kilometer). Neu ist der Blue HDi. Er erfüllt die Euro-6-Abgasnorm und arbeitet mit selektiver katalytischer Reduktion (SCR), welche den Ausstoß von Stickoxiden verringert. Bei den Kraftübertragungen setzen die Franzosen außer beim HDi 90 auf manuelle Sechsgang-Getriebe. Elektronisch schaltendes Getriebe sind im e-HDi 90 und im e-HDi 115 eingebaut. Später im Jahr soll ein Automatikgetriebe folgen. 

Citroën bringt den neuen C4 Picasso Mitte Juni 2013 auf den Markt. 

Bilder: Citroën