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Nissan Qashqai: 2. Generation

09.11.2013 10:35:35 | Cornelia Wahl
Nissan Qashwai - FrontansichtNissan hat die zweite Generation des Crossover-Modells Qashqai enthüllt. Etwas länger und etwas breiter präsentiert er sich mit modernerem Design. Der Qashqai ist in und für Europa entwickelt worden. Seine Produktion findet im britischen Werk Sunderland statt. 

Quashqai mit neuen Außenmaßen

Der neue Qashqai ist 49 Millimeter länger und 20 Millimeter breiter als der Vorgänger. In der Höhe zeigt sich der Crossover, der in der Golf-Klasse angesiedelt ist, 15 Millimeter flacher. Auffällig ist die bis in die Kotflügel übergreifende Motorhaube. Die Seitentüren haben eine neue Form erhalten. Die Kofferraumklappe öffnet weiter. Als Basis dient die CMF-Plattform aus dem Portfolio der Renault-Nissan-Allianz.

Sitze mit zusätzlichen Polsterungen

Die leicht erhöhte Sitzposition aus dem Vorgänger hat der neue Qashqai übernommen. Damit die Sitze nicht zu einem vorzeitigen Ermüden führen, hat Nissan sich der Daten der NASA bedient. Sie lieferten Informationen über Druckwerte und den Blutfluss im Rücken. Entsprechend wurden in die Sitze zusätzliche Polsterungen im Becken-, Lenden- und Brustbereich integriert. Das Interieur soll an Qualitätsanmutung zugelegt haben, ebenso die Innenmaße. Der Kofferraum ist größer geworden. Dazu soll es einen variablen, zwei geschossigen Ladeboden und ein Verstaufach für das Gepäckrollo geben. Auch eine neue Ambientebeleuchtung soll für ein besonderes Innenraumflair sorgen. 

Nissan Qashqai - CockpitVier Motoren zur Wahl

Bei den Motoren stehen vier Aggregate zur Wahl - je zwei Benziner und zwei Diesel. Den Einstieg markiert der 1.2 DIG-T. DIG-T steht für Direct-Injection Gasoline. Das Turbotriebwerk leistet 85 kW (115 PS). Das Drehmoment von maximal 190 Newtonmetern leitet ein manuelles Sechsgang-Getriebe an die Vorderräder weiter. Neben einer Start-Stopp-Automatik, die bei allen angebotenen Motoren vorhanden ist, ist eine regenerative Lichtmaschine an Bord. Zusammen mit einem optimierten Übersetzungsverhältnis des Getriebes und einem speziellen Motorenöl mit geringer Viskosität trägt dies unter anderem zu einem mittleren Verbrauch von 5,6 Liter Sprit je 100 Kilometer (CO2: 129 Gramm je Kilometer). Der zweite Benziner ist der 1.6 DIG-T mit 110 kW (150 PS) Leistung. Der Turbo, der maximal 240 Newtonmeter Drehmoment entwickelt, soll ab Sommer 2014 erhältlich sein. Im Mittel soll er sich mit 5,6 Liter Benzin je 100 Kilometer begnügen (CO2: 132 Gramm je Kilometer). 

Informationen zu den Diesel-Aggregaten

Basisdiesel ist der 1.5 dCi in der sechsten Generation. Der 1,5-Liter leistet 81 kW (110 PS), zeigt sich geräusch- und vibrationsreduziert und mit Leichtbaukomponenten. Den Durchschnittsverbrauch gibt Nissan mit 3,8 Liter Diesel je 100 Kilometer an. Beim Vorgänger waren es noch 5,2 Liter je 100 Kilometer. Der Kohlendioxidausstoß ist mit 99 Gramm CO2 je Kilometer angegeben. Ein Novum beim 96 kW (130 PS) starken 1.6 dCi ist unter anderem der Niedrigdruck-Kaltwasserkreislauf für die elektronische Abgasrückführung.  Sie senkt die Temperaturspitzen bei der Verbrennung und die Brenngeschwindigkeit. So können der Stickoxid- und der Kohlendioxidausstoß gesenkt werden. Den 1.6 dCi gibt es mit Vorder- und mit Allradantrieb. Außerdem kann er als Einziger mit der neuen Xtronic-CVT-Schaltung geordert werden. Mit Vorderradantrieb soll das Triebwerk 4,4 Liter Diesel auf 100 Kilometer verbrauchen (CO2: 115 g/km), mit Allradantrieb sollen 0,5 Liter je 100 Kilometer mehr durch die Einspritzdüsen fließen. Der Mittelverbrauch der Kombination 1.6 dCi/Xtronic CVT ist derzeit mit 4,6 Liter je 100 Kilometer (CO2: 119 g/km) angegeben. 

Nissan Qashqai - HeckansichtDetails zum Qashqai-Fahrwerk

In Sachen Fahrwerk setzt Nissan vorne auf McPherson-Federbeine. Hinten kommt bei der vorderradangetriebenen Variante eine Verbundlenkerachse zum Einsatz. Die Allradversion kommt hinten mit einer Mehrlenker-Einzelradaufhängung daher gefahren. Dazu gibt es Doppelkolben-Stoßdämpfer und eine neue elektrische Servolenkung. Diese gibt es mit zwei Kennfeldern. Im Modus Normal unterstützt die Lenkung bei Stadtfahrten, Rangiermanövern und lockerem Cruisen. Auf Knopfdruck wechselt der Modus in Sport. Dort liefert die Servolenkung eine stärkere Rückmeldung und verlangt bei strammer Kurvenfahrt nach mehr Krafteinsatz. Mit an Bord sind ein aktiver Wankausgleich, eine aktive Motorbremse und eine sensorbasierte Spurkontrolle. 

Technik-Highlights im Crossover

Zu den Technik-Highlights des Nissan Quashqai zählen beispielweise ein autonomer Notbremsassistent, ein Übermüdungswarner, eine Verkehrszeichenerkennung, ein Spurhalte-Assistent, ein Toter-Winkel-Warner, eine Bewegungserkennung und ein Fernlicht-Assistent. All das fasst der japanische Autobauer unter Nissan Safety Shield zusammen. 

Nissan bringt den Qashqai im Februar 2014 auf den Markt. Bestellungen sollen bereits nächste Woche getätigt werden können.

Bilder: Nissan