EuroNCAP-Crashtest 2013: Nissan Note

09.12.2013 13:07:25 | Cornelia Wahl
Nissan NoteDie Organisation EuroNCAP hat den Nissan Note umfangreichen Crashtests unterzogen. Überprüft wurde das Crashverhalten frontal, seitlich auf verschiedene Hindernisse und der Heckaufprall. Unter die Lupe genommen haben die Tester auch die Kindersicherheit und das Verletzungsrisiko für Fußgänger bei einem Zusammenprall. In der Summe erreichte der Nissan Note von fünf möglichen Sternen vier. Schwächen zeigte der Note beim Frontalaufprall und in der Fußgängersicherheit. 

Insassenschutz im Nissan Note

Der Nissan Note zeigt beim Frontalcrash eine noch stabil bleibenden Passagierzelle. Die Frontairbags und die Gurtstrammer mit den Kraftbegrenzern bieten den vorderen Insassen einen noch guten Schutz. Rund um die Lenksäule und die Mittelkonsole ergibt sich ein erhöhtes Verletzungsrisiko, das aus den harten Strukturen resultiert. Im Seitenaufprall-Crashtest erreicht der Note dank der verbauten Seiten- und Vorhangairbags mit 7,9 von acht Punkten fast die Gesamtpunktzahl. Beim seitlichen Aufprall auf einen Pfahl zeigte der Test, dass Kopf-, Bauch- und Beckenbereich gut geschützt sind. Für die Brust ergab sich eine leicht erhöhte Belastung. Der Nissan Note im Test war mit gewöhnlichen Kopfstützen ausgestattet. Beim Heckaufprall ergab sich ein mittelmäßiger Schutz vor Verletzungen an der Halswirbelsäule. Insgesamt erreichte der Note beim Insassenschutz 31 von 36 möglichen Punkten.

Kindersicherheit im Nissan Note

Zum Test eingebaut wurden der Britax Römer Baby Safe Isofix und der Britax Römer Duo Plus Isofix mit einem dritten Verankerungspunkt. Die Kindersitze sind eineinhalbjährige und dreijährige Kinder. Für die Kinder ergab sich im Test ein gutes bis sehr gutes Schutzpotenzial. Bemängelt haben die Prüfer, dass der Fahrer nicht klar über den Status er Beifahrerairbag-Deaktivierung informiert wird. Für den Einbau rückwärtsgerichteter Kindersitze auf dem Beifahrersitz gibt es gute Airbag-Hinweise. Für die Kindersicherheit vergaben die Tester 41 von 49 möglichen Punkten. 

Fußgängerschutz des Nissan Note

Kommt der Fußgänger bei einem Zusammenprall an den vorderen Stoßfänger oder im hinteren Bereich der Motorhaube auf, ist das Verletzungsrisiko gering. Anders sieht es aus an der Vorderkante und den seitlichen Bereichen der Motorhaube sowie um die A-Säulen. Sie bergen teils ein hohes Verletzungsrisiko. Insgesamt gab es für den Fußgängerschutz des Nissan Note 21 von 36 möglichen Zählern. 

Aktive Sicherheit

In Sachen aktiver Sicherheit vergaben die Prüfer sechs von neun möglichen Punkten. Der Note rollt ab Werk mit einem Geschwindigkeitsbegrenzer und einem elektronischen Assistenzsystem zu den Kunden. Für die hinteren Sitze gibt es keinen Gurtwarner. 

Nissan-Note-Angebot

Nissan bietet den Note in den Ausstattungen Visia, Acenta und Tekna an. Bei den Motoren kann zunächst zwischen einem 1,2-Liter-Benziner mit 59 kW (80 PS) und einem 1,5-Liter-Diesel mit 66 kW (90 PS) gewählt werden. Die Kraftübertragung erfolgt jeweils über ein manuelles Fünfganggetriebe. Den Note 1.2 gibt es ab 13.990 Euro, den Note 1.5 dCi ab 16.290 Euro. Voraussichtlich ab Februar 2014 ergänzt der 1.2 DIG-S-Motor das Angebot. Der 1,2-Liter leistet 72 kW (98 PS). Er ist mit einem manuellen Fünfganggetriebe oder auf Wunsch mit einer CVT-Automatik lieferbar. Den Note 1.2 DIG-S gibt es ab 17.290 Euro. 

Bild: Nissan