Genf 2014: Rolls-Royce Ghost Series II

04.03.2014 14:51:25 | Cornelia Wahl
Rolls-Royce Ghost Series II - FrontansichtRolls-Royce zeigt auf dem Auto Salon in Genf 2014 den behutsam überarbeiteten Ghost. Leichte Retuschen an der Karosserie und im Innenraum und dazu weiterentwickelte Technologien sind seine Merkmale. 

Kleine äußere Änderungen 

Der Rolls-Royce Ghost, der in Genf präseniert wird, zeigt sich an der Front statt mit dem Kühlergrill des Phantoms mit einem weicheren, formalen Design. Die Krümmung des Kühlergrills erinnert nun eher an den Lufteinlass eines Jets. Dazu gesellen sich fließende Linien und eine mächtige Flanken-Dynamik. Traditionell zeigt sich der Rolls-Royce Ghost  mit einem erhöhten Bug, großen ununterbrochenen Flächen, einer langen Motorhaube und einem kurzen Überhang. Die Scheinwerfer mit durchzogenem LED-Tagfahrlicht haben eine neue Gestalt erhalten. Die elektronisch gesteuerten Scheinwerfer mit LED-Technologie reagieren auf den Lenkeinschlag. Am Bug zeigt sich eine neue Oberflächengestaltung. Die Linien auf der Motorhaube erinnern an die Kondensstreifen eines Flugzeugs. Leichte Veränderungen gabe es auch an den Stoßfängern und den Kotflügeln. In den vorderen Lufteinlässen, die den Bremsen nun mehr Kühlluft zuführen, finden sich Chromelemente. Serienmäßig ist der Ghost auf 19-Zoll-Felgen unterwegs. Am Edelstahl-Tankverschluss findet sich ein Monogram. 

Rolls-Royce Ghost Series II - CockpitNeue Sitze im Innenraum

Im Innenraum präsentiert sich der modifizierte Ghost mit komplett neuen Sitzen. Der Beifahrersitz verfügt über eine elektronisch einstellbare Oberschenkelauflage. Die Rücksitze sind ebenfalls überarbeitet, können elektrisch eingestellt werden und dreistufig beheizt werden. Für die Beleuchtung der Sonnenblende gibt es eine Chromeinfassung. Die Armaturentafel erhielt eine neue Soft-Feel-Behandlung. Das Naturleder reicht nun bis zu den A- und den C-Säulen. Mit individuell gefertigten und polierten Metallkränzen um die Zifferblätter zeigen sich die Instrumente und die Uhr überarbeitet. Die mattchromen Zentren der Instrumente scheinen über den Zifferblättern zu schweben. Die in dem hellen Interieur Platz nehmenden Insassen können sich über das On-Board-WiFi-Netz mit der Außenwelt vernetzen. Er ermöglicht das Lesen von E-Mails und den Datenaustausch oder das Abhalten von Videokonferenzen. Über eine On-Touch-Ruf-Taste kann das Navigationssystem aktiviert und per Sprache das Ziel eingegeben werden. Ebenso verfügt die Telefonverbindung. Mit an Bord ist ein neuer 10,25-Zoll-Bildschirm, der dem weitreichend aktualisierten Multimedia- und Navigationssystem als Anzeige dient. Maßgeschneidert wurde die Audioanlage mit ihren 18 Lautsprechern und der automatischen Lautstärke und Klanganpassung. Mit an Bord ist eine 20,5 Gigabyte-Festplatte, die über USB-Anschlüsse im Handschuhfach mit Daten versorgt werden kann. Auch vorhanden sind Anschlüsse für iPod oder iPad. 

Rolls-Royce Ghost Series II - HeckansichtV12-Twin-Turbo mit 570 PS Leistung

Als Motor an Bord ist ein 6,6-Liter-Twin-Turbo mit zwölf Zylindern in V-Anordnung. Die Maschine hat 420 kW (570 PS) Leistung. Das Drehmomentmaximum ist bei 780 Newtonmetern ereicht. Der Zwölfzylinder-Twin-Turbo beschleunigt den 5,399 Meter langen, 1,948 Meter breiten und 1,550 Meter hohen Rolls-Royce Ghost in 4,9 Sekunden (mit langem Radstand: 5,0 s) aus dem Stand auf Tempo 100. Die Kraftübertragung übernimmt in der 2360 Kilogramm schweren Luxuslimousine ein Achtgang-Automatikgetriebe von Hersteller ZF. Die Automatik arbeitet satellitengestützt. Es nutzt dazu GPS-Daten und ermöglicht so eine vorausschauende Fahrweise bei optimaler Gangwahl. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf Tempo 250 begrenzt. Der Mittelverbrauch soll 14,0 Liter je 100 Kilometer (CO2: 327 Gramm je Kilometer; langer Radstand: 14,1 l/100 km) betragen 

Veränderungen am Fahrwerk

Änderungen gab es für den Ghost auch beim Fahrwerk. Hier sind neu gestaltete Fahrwerksstreben vorne und hinten montiert. Dazu gibt es eine neue Lenkübersetzung und modifizierte Dämpfer. Außerdem sind neue hydraulische HInterachslager eingebaut. 

Bilder: Rolls-Royce