Ausprobiert: Seat Leon Cupra 280 2.0 TSI DSG

07.05.2014 09:03:25 | Cornelia Wahl
Seat Leon CupraCupra heißen bei Seat die Modelle, die besonders viel Leistung unter der Motorhaube haben. Da macht der Leon Cupra keine Ausnahme. Hinter der Front mit den großen Lufteinlässen und den Wabengittern haben die Spanier einen zwei Liter großen Turbo-Benzindirekteinspritzer montiert, der die Stärke von 280 Pferden hat. Dass die Gäule gut im Futter stehen, zeigt sich beim Tritt aufs Gaspedal. Der Leon Cupra, der mit einem Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe ausgestattet war, sprintet los - die Tachonadel schnellt in Richtung 100 km/h. Da erscheinen die 5,7 Sekunden für den Sprint aus dem Stand auf Tempo 100, die Seat angibt, glaubhaft. Auch wenn die Kraft von maximalen 350 Newtonmetern ein wenig an den Vorderrädern zerrt. 

Fahrwerksregelung passt Dämpfung an

Nicht nur beim Sprint wirkt der Leon Cupra unangestrengt. Beim Cruisen mit Tempo 70 gibt er sich genauso gelassen und komfortabel wie beim Kurvenräubern auf der Landstraße mit Tempo 100. Die ab Werk eingebaute Progressivlenkung arbeitet genau und liefert eine gute Rückmeldung. Die Abstimmung des Fahrwerks überzeugt. Dämpfer und Federung sind sportlich straff eingestellt und doch erfreulich feinfühlig. Die serienmäßige adaptive Fahrwerksregelung DCC (Dynamic Chassis Control) passt innerhalb kürzester Zeit die Dämpfung den vorherrschenden Fahrbahnbeschaffenheiten an. Der Fahrer kann unter vier Modi wählen: Comfort, Sport, Cupra und Individuell. Mit dem Umschalten auf einen anderen Modus ändert sich auch das Ansprechverhalten von Motor, Lenkung und Motorsound von cruisen (Comfort) über sportlich (Sport) zu sportlicher (Cupra) oder individueller (Individuell). Die eingebaute Vorderachsdifferenzialsperre sorgt für eine gute Traktion beim Umrunden von Biegungen. 

Bequeme Sitze, Rekordhalter auf Nordschleife

Neben dem erfreulichen Fahrverhalten und der Agilität des Leon Cupra findet die Gestaltung seines Interieurs Anklang. Das Sportlenkrad ist unten abgeflacht und trägt gut erreichbare Bedienelemente in seinen Querspeichen. Hinter dem Lenkrad befinden sich die Schaltpaddles fürs Doppelkupplungsgetriebe. Die Sportsitze passen wie eine zweite Haut. Sie sind bequem, bieten Seitenhalt, sind mit Alcantara überzogen und mit weißen Nähten verziert. Außerdem sitzt man in einem Rekordfahrzeug, das mit einer Rundenzeit von 7.58,44 Minuten den Rundenrekord für Straßenfahrzeuge mit Vorderradantrieb auf der Nordschleife hält. Für die Rekordfahrt war der feurige Spanier mit einem Performance Pack und den Sportreifen Michelin Pilot Sport Cup 2 ausgerüstet. Das Performance Pack bündelt eine Brembo-Hochleistungsbremsanlage und speziell gestaltete 19-Zoll-Leichtmetallräder. Es ist voraussichtlich wie die Michelin-Sportreifen ab dem Sommer 2014 als Sonderausstattung zu haben. Doch bereits im Serientrimm zeigt sich der Leon Cupra von seiner sportlichen Seite. Neben der bereits erwähnten Front  gibt es am Heck des Cupra 280 2.0 TSI ein Heckspoiler, links und rechts je ein ovales Abgasendrohr und einen ausgeformten Diffusor. 

Fazit

Der Leon Cupra taugt für die Zeitenjagd auf der Nordschleife genauso wie für die tägliche Fahrt ins Büro. Beides erledigt er souverän. Er rollt für mindestens 31.110 Euro (Dreitürer SC) beziehungsweise 32.610 Euro (Fünftürer) mit umfangreicher Ausstattung zu den Kunden. Den Leon Cupra gibt es hier zu Lande auch mit 265 PS. Ein Kuriosum, das den Anforderungen in den anderen europäischen Märkten zu verdanken ist. Die Motoren unterscheiden sich lediglich in der Software. 

Technische Daten Seat Leon SC Cupra 280 2.0 TSI DSG
 
Leistung [kW/PS] 206/280
Drehmoment [Nm] 350
Getriebe 6-Gang, Doppelkupplung
0 - 100 km/h [s] 5,7
vmax [km/h] 250
Ø-Verbrauch [L/100 km] 6,4
CO2 [g/km] 149
Länge x Breite x Höhe [mm] 4236 x 1975 x 1423
Radstand [mm] 2596
Gewicht [kg] 1395
Preis [€] ab 33.810

Bild: Seat