Mercedes S 600 Guard: Sonderschutzfahrzeug

05.08.2014 10:21:26 | Cornelia Wahl
Mercedes S 600 GuardMercedes erweitert das Angebot an Sonderschutzfahrzeugen um den neuen S 600 Guard auf Basis der aktuellen S-Klasse. Den Mercedes-Angaben zufolge bietet der S 600 Guard eine vollumfängliche Schutzwirkung der Schutzklasse VR9. Zur Ausstattung des Schutzfahrzeugs gehören unter anderem eine Luftfederung, ein V12-Motor und viele Assistenzsysteme.

Mercedes S 600 Guard: Verstärkte Grundstruktur

Bereits in den Rohbauprozess wurde die Verstärkung der Grundstruktur integriert, um höchste Festigkeit und Eigenstabilität zu erreichen. So wurden beispielsweise Schutzkomponenten aus Spezialstahl in die Hohlräume zwischen Rohbaustruktur und Außenhaut integriert. Für einen verstärkten Splitterschutz wurden spezielle Aramid- und PE-Komponenten verwendet. An Fugen und Materialübergängen sorgen spezielle Überlappungssystem für einen umfassenden ballistischen Schutz. Ein wesentlicher Bestandteil der Schutzeinrichtungen sind die festeren Scheiben. Ihre Innenseite ist mit Polycarbonat beschichtet. Außerdem lag das Augenmerk auf einer entsprechenden Material- und Dickenauswahl. Außerdem verfügt der Mercedes S Guard über eine neuartige Bodenpanzerung. Von außen ist der Mercedes S 600 Guard kaum von einer Serien-S-Klasse zu unterscheiden. Auch in Sachen Ausstattung kann der Kunde auf das Portfolio des Serienmodells zurückgreifen. 

Mercedes S 600 Guard - Interieur mit AmbientebeleuchtungV12 mit 530 PS Leistung

Beschleunigt wird der S 600 Guard von einem V12-Zylinder-Verbrennungsmotor mit 390 kW (530 PS) Leistung und 830 Newtonmeter maximalem Drehmoment. Die Übertragung der Kraft übernimmt eine Siebenstufen-Automatik. Die Höchstgeschwindigkeit ist elektronisch auf Tempo 210 begrenzt.

Auf Mehrgewicht abgestimmtes Fahrwerk

Für den Fahrkomfort der gepanzerten Limousine sorgen eine Luftfederung mit stufenloser Dämpfungsregelung und die neu dimensionierten Fahrwerkskomponenten sowie die neu abgestimmten Regelelemente wie das elektronische Stabilitätsprogramm oder die Antriebsschlupfregelung. So kommen an der Vorderachse stärkere Luftfedern zum Einsatz. Die Niveauregulierung kompensiert die wegen der Bodenpanzerung verringerte Bodenfreiheit. An das erhöhte Gewicht angepasst wurde auch die Dimension der Bremsen: An der Vorderachse arbeiten vergrößerte Sechskolben-Bremssättel und deutlich größere Bremsscheiben. Auch die Bremse an der Hinterachse wurde angepasst. Serienmäßig sind Notlaufreifen des Typs Michelin PAX mit einem zusätzlichen Reifendruckkontrollsystem ausgerüstet. Dies erlaubt es, bis zu einer Distanz von 30 Kilometer mit schadhaften Reifen zurückzulegen. 

Bilder: Mercedes