EuroNCAP 2014: Nissan Pulsar

10.11.2014 15:12:13 | Cornelia Wahl
Nissan Pulsar - HeckansichtDie EuroNCAP-Organisation hat den Nissan Pulsar dem Crashtest-Prozedere unterzogen. Der Japaner erreichte mit fünf Sternen die Höchstwertung. Der Pulsar 1.2 trat in der Ausstattung Acenta zum Test an. Zur Ausstattung zählen Front-, Seiten- und Vorhangairbags. An den Vordersitzen sind Gurtkraftbegrenzer und Gurtstraffer montiert. Ab Werk sind ein elektronisches Stabilitätsprogramm, Gurtwarner auf allen Sitzplätzen und ein Geschwindigkeitsbegrenzer. Ein Notbremsassistent und ein Spurverlassenswarner müssen extra bezahlt werden. 

Insassensicherheit

In der Kategorie Insassenschutz erreichte der Nissan Pulsar 32 von 38 möglichen Punkten. Beim Frontalaufprall zeigte sich die Passagierzelle stabil. Die Airbags sowie die Gurtstraffer und Gurtkraftbegrenzer boten für die vorderen Insassen einen guten Schutz. Für Fahrer und Beifahrer zeigte sich ein leicht erhöhte Brustbelastung, beim Fahrer waren die Werte auch bei den Unterschenkeln leicht erhöht. Beim Seitencrash schützten die Seiten- und Vorhangairbags gut. Beim Aufprall auf einen Pfahl zeigten die Messwerte ein leicht erhöhtes Verletzungsrisiko für den Brustbereich. Die Bereiche Kopf, Bauch und Becken waren gut geschützt. Ein mittleres Verletzungsrisiko zeigte sich beim Heckaufprall für die vorderen Passagiere. Hinten schützten die herkömmlichen Kopfstützen die Insassen besser. 

Kindersicherheit

In Sachen Kindersicherheit konnte der Nissan Pulsar 39,9 von 49 Punkten verbuchen. Für den eineinhalbjährigen Dummy wurde ein rückwärtsgerichteter Römer Baby Safe Plus Isofix Base montiert. Für den dreijährigen KInderdummy wurde ein vorwärtsgerichteter Römer Duo Plus eingebaut. Insgesamt zeigten die Sitze ein gutes Schutzpotenzial. Beim dreijährigen Kinderdummy registrierte das Testequipment eine leicht erhöhte Halskraft. Der Schalter für das Deaktivieren des Beifahrerairbags befindet sich in ungünstiger Position im Handschuhfach. Ob der Beifahrerairbags deaktiviert ist, wird dem Fahrer klar mitgeteilt. Isofix-Sitze lassen sich auf den äußeren Rücksitzen anbringen. Der mittlere Rücksitz besitzt keine Freigabe zur Kindersicherung. 

Fußgängerschutz

Beim Frontalaufprall mit einem Fußgängerdummy zeigte sich lediglich ein erhöhtes Verletzungsrisiko an den A-Säulen der Frontscheibe. Ansonsten waren der mittlere Bereich der Motorhaube und der vordere Stoßfänger entschärft. Für den Fußgängerschutz erhielt der 1262 Kilogramm schwere Fünftürer 27,3 der 36 möglichen Zähler. 

Aktive Sicherheit

Für die aktive Sicherheit des Nissan Pulsar vergaben die Tester 8,9 Punkte. Jeweils mit drei Zählern bewertet wurden die Gurtwarner auf allen Sitzplätzen und das elektronische Stabilitätsprogramm. Für den manuellen Geschwindigkeitsbegrenzer gab es 1,3 Punkte. Der gegen Aufpreis erhältliche Notbremsassistent zeigt bei stehendem Objekt Schwächen. Dafür gab es 1,6 Punkte. 

Bild: Nissan