Ferrari FXX K: Mit Hybridantrieb

04.12.2014 00:01:06 | Cornelia Wahl
Ferrari FXX K - Frontansicht Der FXX K ist der erste Ferrari, der über einen Hybridantrieb verfügt. Und wie es sich für ein Modell eines Supersportwagenherstellers gehört mit satter Leistung: 772 kW (1050 PS). Das K im Modellnamen steht für KERS (Kinetic Energy Recovery System). Der Ferrari FXX K wird ein zweijähriges Testprogramm absolvieren, nach dem er auf dem Yas-Marina-Circuit in Abu Dhabi seine Weltpremiere feiert. 

Ferrari FXX K - InterieurV12 und Elektromotor sorgen für über 1000 PS

Der Ferrari FXX K holt seine Leistung aus einem V12-Zylinder und einem Elektromotor. Der Benziner leistet 632 kW (860 PS). Das Elektroaggregat bringt es auf 139,7 kW (190 PS). Das maximale Drehmoment beträgt 900 Newtonmeter. Das V12-Triebwerk hat einen Hubraum von 6262 Kubikzentimeter. Es verfügt über neue Nockenwellen und einen veränderten Ventiltrieb mit mechanischen anstelle von hydraulischen Stößeln. Die Ansaugrohre wurden neu gestaltet und mit einer speziellen Politur behandelt. Das Abgassystem wurde der Schalldämpfer entledigt. Das HY-KERS-System wurde speziell auf Leistung hin weiterentwickelt. Der Fahrer kann es mit vier Einstellungen steuern „Qualify“ steht für Höchstleistung auf einer begrenzten Anzahl von Runde, „Long Run“ optimiert die Leistungskonsistenz, „Manual Boost“ sorgt für die sofortige Bereitstellung des maximalen Drehmoments. Und „Fast Charge“ sorgt für schnelles Aufladen der Batterie. 

Ferrari FXX K - HeckansichtAerodynamische Maßnahmen am Ferrari FXX K

Optisch zeigt sich der italienische Hybrid-Sportler an der Front mit einem Doppelprofil-Spoiler und einem größeren Splitter, der 30 Millimeter tiefer liegt. Mittig befindet sich eine Öffnung. Um den Luftfluss zu den Seiten des Sportwagens zu leiten sind zwei Paare vertikale Elemente, eine Endplatte und ein externes Diveplane sowie vertikale Finnen montiert. Zusammen mit den Seitenschürzen sorgen die Maßnahmen für mehr Effizienz. Das Heck des FXX K liegt höher, der bewegliche Spoiler ragt weiter heraus, bei vollem Einsatz um sechs Zentimeter). Als Leitbleche fungieren eine vertikale Finne und ein kleiner Flügel auf jeder Seite. So entsteht am Heck ordentlich Abtrieb. Dazu kommt ein großer Heckdiffusor. Zudem wird der Druck in den Radkästen reduziert. 

Reifen liefern Infos über Sensoren

Als Bereifung setzt Ferrari auf Pirelli-Slicks mit Sensoren, welche Werte zu Längs-, Lateral- und Radialbeschleunigung sowie zu Temperatur und Luftdruck liefern. Mit an Bord sind ein elektronisch gesteuertes E-Differenzials, die F1-Traktionskontrolle, das Racing SSC (Side Slip Angle Control) und ein Hochleistungs-Antiblockiersystem, die auf die Slicks abgestimmt wurden. Dazu gibt es fünf mögliche Einstellungen. 

Bilder: Ferrari