EuroNCAP-Crashtest: Jaguar XF

22.12.2015 17:35:17 | Cornelia Wahl
Jaguar XFDie EuroNCAP-Organisation hat den Jaguar XF in Sachen Sicherheit auf Herz und Nieren überprüft. Ergebnis: Mit fünf von fünf möglichen Sternen hat die britische Oberklasse-Limousine die Höchstwertung geschafft. Lediglich geringe Schwächen notierten die Tester in der Disziplin Frontalaufprall. Zum Test angerollt gekommen ist  ein XF 2.0 D mit einem Gewicht von 1642 Kilogramm. 

Insassenschutz

Beim Insassenschutz konnte der Jaguar XF insgesamt 35 von 38 Punkten erreichen. Beim Fahrer-Dummy stellten die Messgeräte eine leicht erhöhte Brustbelastung fest beim Frontalaufprall mit 40 Prozent Überdeckung. Bei 100-prozentiger Überdeckung war auch die Brustbelastung bei den hinten Sitzenden leicht erhöht. Fast ohne Makel schnitt der Jaguar XF beim Seitenaufprall und beim seitlichen Aufprall auf einen Pfahl ab. Hier bemerkten die Tester, dass die Türen nicht ganz in den Verriegelungen blieben. Bei Heckaufprall schützen die herkömmlichen Kopfstützen die vorderen Insassen besser gegen Halswirbelverletzungen als die hinteren. 

Kindersicherheit

Bei der Kindersicherheit nahm der eineinhalbjährige Dummy in einem Römer Baby Safe plus Isofix-Sitz Platz, der rückwärts gerichtet eingebaut wurde. Der 18 Monate alte Kinder-Dummy war darin gut geschützt. Kleine Abstriche, aber nur ein leicht erhöhtes Verletzungsrisiko registrierten die Testgeräte beim dreijährigen Kinder-Dummy, der im Römer Duo Plus mit einem dritten Befestigungspunkt (Top Tether) in Fahrtrichtung untergebracht war. Der Fahrer wird klar über die Deaktivierung des Beifahrer-Airbags informiert. Isofix-Kindersitze können nur auf den äußeren Rücksitzen montiert werden. Insgesamt gab es für die Kindersicherheit im Jaguar XF 41,2 von 49 Punkten. 

Fußgängersicherheit

Der Jaguar XF verfügt über eine aktive Motorhaube. Ein geringes Verletzungsrisiko ergeben die Messwerte für den kompletten Stoßfänger und die meisten Bereiche auf der Motorhaube. Anders sieht es bei einem Aufprall im mittleren Bereich der Motorhaubenvorderkante, in den hinteren Bereichen der Motorhaube und an den A-Säulen an der Frontscheibe. Insgesamt konnte der Jaguar XF in Sachen Fußgängerschutz 29,1 von 36 Punkten erreichen. 

Aktive Sicherheit

Honoriert haben die Prüfer der EuroNCAP-Organisation die Gurtwarner für alle Sitzplätze, das elektronische Stabilitätsprogramm, den manuellen Geschwindigkeitsbegrenzer, das effektive Notbremssystem und den Spurverlassenswarner. Von 13 möglichen Zählern schaffte die britische Oberklasse-Limousine 10,8 Punkte. 

Info: Jaguar XF

Jaguar bietet den XF als E-Performance-Version und 2,0-Liter-Dieselmotor mit 120 kW (163 PS) an. Daneben gibt es den 132 kW (180 PS) starken 2.0 D. 221 kW (300 PS) stark zeigt sich der Diesel 3.0 V6 D. Einen Jaguar XF in Kombination mit Benzin-Triebwerk gibt es mit 250 kW (340 PS, 3.0 V6 Kompressor) oder mit 279 kW (380 PS). Als Ausstattungen stehen Pure, Prestige, R-Sport, Portfolio und S zur Wahl. Die Preise für den Jaguar XF, der von Haus aus mit Front-, Seiten- und Vorhangairbags, Gurtstraffer und Gurtkraftbegrenzer, Gurtwarner, elektronischem Stabilitätsprogramm, Geschwindigkeitsbegrenzer, Notbremssystem und Spurverlassenswarner ausgerüstet ist, beginnen bei 41.350 Euro. 

Bild: Jaguar