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Genf 2016: Jaguar F-Type SVR

17.02.2016 09:38:25 | Cornelia Wahl
Jaguar F-Type SVR CabrioletJaguar präsentiert auf dem Internationalen Automobil Salon in Genf 2016 (3. bis 13. März) sein stärkstes Modell, den F-Type SVR als Coupé und Cabriolet. Aufbauend auf dem F-Type R steigerte die Spezialabteilung Special Vehicle Operations die Leistung des V8-Kompressor-Motors um 18 kW (20 PS).  Darüber hinaus gab es Anpassungen bei Fahrwerk und Aerodynamik. 

V8-Kompressor mit Leistungsplus

Dem Jaguar F-Type SVR dient als Antrieb ein fünf Liter großer V8-Motor mit Kompressoraufladung. In seiner stärksten Ausbaustufe leistet das Aggregat 423 kW (575 PS). Das Drehmomentmaximum stieg um 20 auf 700 Newtonmeter. Aus dem Stand soll der Jaguar F-Type SVR in 3,7 Sekunden auf 100 km/h beschleunigen - 0,4 Sekunden weniger als dies der F-Type R tut, dessen Kompressor-V8 405 kW (550 PS) leistet. Damit das Voll-Aluminium-Triebwerk genügend Luft bekommt, sind die Lufteinlässe an der Frontschürze vergrößert worden. Die Lüftungsschlitze auf der Motorhaube bekamen eine neue Gestalt. Und auch der Ladeluftkühler blieb nicht unangetastet. Um 16 Kilogramm leichter ist der neue Abgasstrang aus Titan und Inconel. Nebenbei entfleucht ihm ein noch grollender Sound, vor allem im niedrigen Drehzahlbereich, über die vier runden Endrohre. Die Kraftübertragung übernimmt ein neu abgestuftes Achtgang-Quickshift-Getriebe. Der Allradantrieb wurde für den F-Type SVR neu abgestimmt, das elektronische und aktiv geregelte Hinterachsdifferenzial haben die Briten verfeinert, um die Kraft optimal verteilen zu können. Dazu kam eine SVR-Kalibrierung der dynamischen Stabilitätskontrolle. Im Mittel solle SVR-Coupé und SVR-Cabrio mit jeweils 11,3 Liter Sprit je 100 Kilometer (CO2: 269 Gramm je Kilometer) gleich viel Benzin konsumieren als dies der F-Type R macht. 

Jaguar F-Type SVR - CockpitVeränderungen am Fahrwerk

Beim Fahrwerk kommen aus Aluminium gefertigte Aufhängungen mit doppelten Dreiecksquerlenkern und elektromechanischer Servolenkung zum Einsatz. Das spart den Unternehmensangaben zufolge 25 Kilogramm Gewicht. Dazu kommen ein dickerer Querstabilisator, neu abgestimmte Ventile für das adaptive Dämpfungssystem sowie eine neu abgestimmte Steuersoftware zum Einsatz. Komplett neu ist der hintere Achsschenkel, der aus Aluminium-Druckguss produziert ist. Außerdem hat die Spezialabteilung den Durchmesser des vorderen Stabilisators leicht verringert. Die Serienbremse kommt vorne mit 380-Millimeter- und hinten mit 376-Millimeter-Scheiben aus. Den Fahrbahnkontakt stellen Pirelli P Zero-Pneus in den Dimensionen 265/35 ZR20 (vorne) und 305/30 ZR 20 (hinten) her. 

Angepasste Aerodynamik

Für eine optimierte Luftführung hat Jaguar beim F-Type SVR den vorderen Stoßfänger weiter nach außen gezogen. Aerodynamisch optimiert hat Jaguar die Frontschürze und den vorderen Unterboden. In den vorderen Radlaufverkleidungen befinden sich Öffnungen. Unterhalb der Hinterachse ist ein Leitprofil installiert, das den Auftriebstendenzen entgegenwirkt. Weitere aerodynamische Merkmale sind der Heckdiffusor und ein ausfahrbarer Heckspoiler. Im Programm Normal fährt er beim Cabrio bei 96 km/h und beim Coupé bei 112 km/h aus. In der Einstellung Dynamic zeigt er sich sofort. 

Jaguar F-Type SVR CoupéDetails zum Interieur des F-Type SVR

Den Innenraum kennzeichnen vielfach verstellbare Sportsitze, gestepptes Leder und Kontrastnähte. Am Lenkrad befinden sich schwarz lackierte Speichen, Kontrastnähte und größere Schaltwippen aus eloxiertem Aluminium. Hochwertiges Velours ziert die Instrumententafel und die Mittelkonsole. Mit an Bord ist ein Infotainmentsystem samt acht Zoll großem Bildschirm und 3D-Kartendarstellung. Neu ist auch, dass die In-Control-Remote-App mit der Apple Watch kompatibel ist. 

Preise F-Type SVR

Sowohl das F-Type SVR Cabrio als auch das F-Type SVR Coupé können beim Jaguar-Händler bestellt werden. Die Preise fürs Cabriolet beginnen bei 138.400 Euro. Das Coupé gibt es für mindestens 145.400 Euro. 

Bilder: Jaguar