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Alpine A 110 Cup: Rennversion

05.11.2017 10:27:42 | Cornelia Wahl

Alpine A 110 CupAlpine legt vom A 110 eine Rennversion auf, die ab dem Jahr 2018 in der neuen Rennserie Alpine Europa Cup für Privatfahrer eingesetzt werden kann. Die Rennversion des Mittelmotorsportwagens verfügt über ein Rennfahrwerk, eine Leistungssteigerung auf 270 PS und ist auf annähernd 1050 Kilogramm abgespeckt. Entwickelt worden ist Der Alpine A 110 Cup von Renault Sport Racing und dem Rennstall Signa Tech. 

Umfangreiche Fahrwerksanpassungen für das Cup-Fahrzeug

Der Alpine A 110 Cup hat eine um 40 Millimeter tiefer gelegte Karosserie. Darüber hinaus sind Öhlins-Stoßdämpfer mit justierbaren Zug- und Druckstufen eingebaut. Mit an Bord ist auch ein Sperrdifferenzial für begrenzten Schlupf. Als Stopper ist eine Brembo-Bremse mit innenbelüfteten Scheiben an Bord. Die Scheiben vorne messen 355 Millimeter, diejenigen hinten 330 Millimeter im Durchmesser. Dazu kommen Sechs-Kolben-Magnesium-Bremssättel. Als elektronische Helfer sind Antiblockiersystem ABS und eine Traktionskontrolle einsatzbereit. Beide lassen sich für den Betrieb auf der Rennstrecke ausschalten. Den Straßenkontakt stellen je nach Witterung Slicks oder Profilreifen, jeweils der Marke Michelin, her. Mit dem Überrollbügel verbunden sind zwei zusätzliche Längsträger zur Versteifung des Chassis und für ein Plus in Sachen Spurpräzision. An der Hinterachse ist der Anlenkpunkt des oberen Querlenkers nach oben verlegt. Der untere Querlenker ist am doppelten Hilfsrahmen für den Antriebsstrang befestigt. 

Mehr Leistung für den Turbo-Benziner

Der Mittelmotor stammt aus der Serienversion. Der turboaufgeladene Benzin-Direkteinspritzer hat einen Hubraum von 1,8 Litern. Über Änderungen am Luftfilter und an der Abgasanlage kitzeln die Ingenieure weitere 18 PS (16,6 KW) aus ihm heraus. Im Endergebnis leistet das Aggregat in der Rennversion 270 PS  (198,5 kW) bei gleich bleibendem Drehmomentmaximum von 320 Newtonmetern. Zudem kommt eine neue Motorsteuerung von Magneti Marelli zum Einsatz. Die Kraft leitet ein sequenzielles Sechsgang-Getriebe an die hinteren Räder weiter. Der Fahrer sitzt in einer Rennsitzschale mit integrierter Kopfstütze und wird von einem Sechs-Punkt-Sicherheitsgurt im Sitz gehalten. Pedalerie und Lenksäule können individuell auf die Bedürfnisse des Fahrers angepasst werden. 

Preis: 100.000 Euro plus Steuern

Im Lenkrad befindet sich ein digitales Anzeigenfeld und Regler für das ABS, die Traktionskontrolle, den Tempobegrenzer in der Boxengasse, für den Funk und für die Trinkversorgung. Neben dem Stahl-Überrollkäfig sorgt HANS (Head and Neck Support) sowie für die automatische Feuerlöschanlage. Alpine legt vom A 110 Cup 20 Fahrzeuge auf zu je 100.000 Euro zuzüglich Steuern. 

Sechs Rennwochenenden vorgesehen

Die Rennwochenenden des Markenpokals umfassen je zwei Läufe à 30 Minuten. Gefahren wird auf dem Circuit Paul Ricard, in Hockenheim, in Dijon-Prenois, in Silverstone, in Spa-Franchorchamps und auf dem Circuit de Catalunya in Barcelona.

Bild: Alpine